Russland in Paris

Eine deutsche Agentur, der Staat Russland als Endkunde, das Grand Palais in Paris als Produktionsort - und nur zwei Wochen Vorbereitungszeit! Media Spectrum lieferte Technik und Know-How für einen multikulturellen Event der besonderen Art - russisch-französisch-englisch-deutscher Sprachmix inklusive!

„Kultureller und wirtschaftlicher Austausch" sowie „gegenseitiges kennen lernen", das sind die Ziele im „Französisch-Russischen Jahr 2010". Ein Meilenstein im Programm dieses multilateralen Projekts sollte die Feier des russischen Nationalfeiertags am 12. Juni im ehrwürdigen „Grand Palais" in Paris werden. Ranghohe Politiker wurden zu dem mehrtägigen Event erwartet, darunter auch der Ministerpräsident Russlands, Wladimir Putin. Entsprechend hoch wurden natürlich auch die Sicherheitsstufe und die damit verbundenen Richtlinien der gesamten Produktion angesetzt.

Erst 14 Tage vor Aufbaubeginn konnte die Berliner Agentur „LG Pro Worx Group" und ihre Geschäftsführer Daria Gaun und Lars Griehl grünes Licht für das Projekt geben. Unter enormem Zeitdruck begann nun die Detailplanung, letzte CAD-Zeichnungen und statische Berechnungen entstanden zum Teil in den Nächten vor dem ersten Aufbautag.
Da sich auf Grund der Sprachbarrieren der technische Ablauf im Vorfeld nicht genau klären ließ, wollte man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. So wurde das Material für eine maximale Zuschaueranzahl von 600 Personen eher großzügig geplant.

Auf konventionelles Licht wurde fast ganz verzichtet und voll auf bewegliches Licht gesetzt. Rund 60 Martin MAC 2000, MAC III, HES Showguns und GLP Impression Zooms kamen zum Einsatz. Für die Beschallung wurden je Seite acht d&b J-Serie-Tops und vier d&b J-Serie-Bässe eingesetzt. Als Mischpult wurde in der Front eine Midas Heritage 3000 verwendet. Rigging, Traversen, Stahl- und Bühnenaufbauten sowie die komplette Beschallungs- und Beleuchtungstechnik wurden von 14 Technikern in 5 Tagen installiert. Die anfänglich nicht ganz einfache Zusammenarbeit mit der russischen Crew wurde von Stunde zu Stunde besser und spätestens nach der Eröffnungsshow gab es nur noch strahlende Gesichter und man war zu einer multikulturellen Crew zusammengewachsen. So hatte das „Französisch-Russische Jahr 2010" durchaus auch Auswirkungen auf Deutschland.

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